Der Ablauf: Vom Abschalten bis zum Anschalten
- 1. Freischalten und Abmelden: Die Anlage wird DC- und AC-seitig spannungsfrei geschaltet, der Rückbau bzw. Umbau dem Netzbetreiber angezeigt und im Marktstammdatenregister nachgeführt. An DC-Leitungen liegt bei Licht immer Spannung an – der erste Handgriff ist deshalb ein Fachthema, kein Laienthema.
- 2. Demontage: Module, Verkabelung und je nach Konzept die Unterkonstruktion kommen herunter – mit Gerüst oder Absturzsicherung, sortiert nach Weiterverwendung, Verwertung und Entsorgung.
- 3. Dachprüfung: Die freigelegte Fläche zeigt, was 15 Jahre unter der Anlage passiert ist: Zustand von Ziegeln, Dachhaken, Dichtungen und Durchdringungen. Kleinreparaturen passieren sofort, größere Befunde fließen in die Entscheidung Dachsanierung ja/nein ein.
- 4. Neumontage: Neue Unterkonstruktion nach aktuellem Stand (Statik, Windlast), Modulbelegung nach neuem Layout, saubere DC-Verkabelung mit neuen Steckverbindern – gealterte Stecker sind einer der häufigsten Brandrisikofaktoren und werden grundsätzlich nicht wiederverwendet.
- 5. Elektroinstallation und Inbetriebnahme: Wechselrichter, ggf. Speicher und Zählerschrank-Anpassung, Messkonzept, Anmeldung, Inbetriebnahmeprotokoll. Danach läuft die Anlage – dokumentiert und normgerecht.
Warum die Dachfrage zum Repowering gehört
Eine neue Anlage läuft 25 bis 30 Jahre. Die entscheidende Frage vor der Neumontage lautet deshalb: Hält das Dach so lange durch? Eine Dachhaut, die in acht Jahren saniert werden muss, bedeutet dann: Anlage runter, Gerüst stellen, sanieren, Anlage wieder rauf – die halben Repowering-Kosten noch einmal.
Deshalb gehört die ehrliche Dachbewertung in jedes Repowering-Projekt. Ist die Sanierung absehbar, wird sie mit dem Anlagenumbau kombiniert: ein Gerüst, ein Team, ein Zeitplan. Genau dafür haben wir Dachdecker und Elektriker im eigenen Haus – die Gewerke-Schnittstelle, an der solche Projekte sonst haken, gibt es bei uns nicht.
Unser Fazit
Rückbau und Montage sind das handwerkliche Herz des Repowerings – und der Moment, in dem sich saubere Arbeit von Pfusch unterscheidet: neue Steckverbinder statt wiederverwendeter, geprüfte Dachhaken statt „wird schon halten", dokumentierte Inbetriebnahme statt Zettelwirtschaft.
Dach und Elektro aus einer Hand ist dabei kein Marketingsatz, sondern die Antwort auf das häufigste Problem solcher Projekte: zwei Gewerke, die aufeinander warten und im Zweifel aufeinander zeigen. Bei uns trägt ein Betrieb die Verantwortung für beides – vom ersten Gerüstrohr bis zum Inbetriebnahmeprotokoll.



