Was das Gesetz verlangt
Photovoltaikmodule fallen unter das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG), die deutsche Umsetzung der europäischen WEEE-Richtlinie. Das bedeutet: getrennte Sammlung, geregelte Verwertung und Rücknahmepflichten der Hersteller. Altmodule im Bauschutt-Container sind keine Grauzone, sondern ein Verstoß – und angesichts der funktionierenden Rücknahmewege auch völlig unnötig.
Für private Betreiber ist die Sache erfreulich einfach: Haushaltsübliche Mengen können kostenlos an kommunalen Wertstoffhöfen abgegeben werden, die PV-Module als eigene Sammelgruppe führen. Auch Vertreiber und Hersteller nehmen unter bestimmten Bedingungen zurück.
Bei gewerblichen Anlagen – Hallendächer, Freiflächen, größere Stückzahlen – läuft die Entsorgung über zertifizierte Erstbehandlungsanlagen und Rücknahmesysteme, inklusive der Nachweise, die ein Gewerbebetrieb für seine Unterlagen braucht. Das organisieren wir im Rahmen des Rückbaus mit.
Wie PV-Recycling funktioniert
Ein kristallines Standardmodul besteht grob aus zwei Dritteln Glas, einem Aluminiumrahmen, Silizium-Zellen, Kupferleitungen und Kunststofffolien. Rahmen und Anschlussdose werden demontiert, das Glas wird vom Zellverbund getrennt, Metalle werden zurückgewonnen. Der überwiegende Teil des Modulgewichts lässt sich stofflich verwerten – Glas und Aluminium nahezu vollständig, und moderne Verfahren holen zunehmend auch Silizium und Silber in verwertbarer Qualität zurück.
Wechselrichter und Montagematerial gehen eigene Wege: Der Wechselrichter ist klassischer Elektroschrott mit hohem Metallanteil, die Aluminium-Unterkonstruktion ist sortenreiner Wertstoff und wird über den Metallhandel verwertet.
Unser Fazit
Die Entsorgung ist der unglamouröseste Teil eines Repowering-Projekts – aber einer mit klaren Regeln und funktionierenden Wegen. Für Privathaushalte ist sie unkompliziert und kostenlos, für Gewerbebetriebe eine Frage der richtigen Organisation und Nachweise.
Bei uns gehört die Entsorgung zum Projekt: Wir demontieren, prüfen auf Weiterverwendbarkeit, trennen die Stoffströme und übernehmen die fachgerechte Entsorgung samt Nachweisen. Das Dach wird leer übergeben oder direkt neu belegt – ohne dass sich der Betreiber um Container und Sammelstellen kümmern muss.



